Museum Digital

Auch wenn die Museen aufgrund der Corona-Pandemie aktuell geschlossen sind, bietet Ihnen  der Heimatverein Stadt Kirtorf e.V. ein neues, digitales Angebot an. Wir wollen Ihnen trotz geschlossener Tür einen Einblick in unser Museum geben. Lassen Sie sich begeistern von den Kirtorfer Orten und ihren Menschen, die das Leben in den vielen Jahren unserer Geschichte geprägt haben.

Und wenn es Ihnen gefällt, so können Sie sich hier schon auf Ihren nächsten analogen Besuch einstimmen. Wir freuen uns auf Sie!

  • Die Stadt Kirtorf mit ihren sieben Ortsteilen

Seit April 2020 stellen wir Ihnen immer einen neuen Ort unserer Großgemeinde vor. Diesen Monat zeigen wir Ihnen etwas über 

  • Heimertshausen (Juli 2020)

Der "King" besuchte Villa Heimertshusen  

Die erste Nennung "villa Heimershusen" findet sich 1272 in den Akten des Deutschen Ordens. Das Dorf muss aber viel älter sein. So wurde wohl bereits in der Rodungsphase des 8. oder 9. Jahrhunderts gegründet. Der Name wird als "Siedlung des Heimwart" gedeutet.

Standesherren waren die Herren von Romrod und später die Grafen von Lehrbach, gefolgt von den hessischen Landgrafen. Heimertshausen gehörte zum Kirtorfer Eußergericht und ist seit 1972 ein Stadtteil von Kirtorf.

Und dann hatte Heimertshausen im Jahr 1959 hohen Besuch. Der "King of Rock`n Roll" - Elvis Presley - wurde bei einer Fahrt durch den Ort gesehen. Eine glückliche Fügung bescherte dem Fotografen einen tollen Schnappschuss. Beide - der Fotograf und Elvis waren wohl zur rechten Zeit am richtigen Ort. Was Elvis wohl gedacht haben muss, als er vorbei fuhr? Wir werden es leider nie erfahren.... 

 

  • Gleimenhain (Juni 2020)

"Glymen" - Oben im Norden

Gleimenhain wird als "Glymen" erstmals 1279 bezeugt. Zu dieser Zeit war der Ort fuldisches Lehen der Grafen von Ziegenhain. 1293 werden die Herren von Gleimenhain - genannt von dem Forstemit einem Burgsitz erwähnt. Sie sind wappenähnlich, eine Bruderlinie der Herren von Wahlen. Mit dem erwähnten Burgsitz handelt es sich möglicherweise um die Nellenburg, die auch von den Herren von Wahlen als "unser eygin Hus, die Nellenburg bezeichnet wird. Das Dorf ist dann an die Zisterzienserbateil Haina gekommen und wüst geworden. 1461 erwarb der hessische Haushofmeister Hans v. Darmberg die Wüstung und baute sie wieder auf, an einem neuen, dem heutigen Standort. Über die Gebrüder Steuber" die Gleimenhain klageweise von den Dörnbergern erkämpften, kam der Ort über die Familie von Weiters im Wege der Lehnsauftragung an den hessischen Landgrafen, der ihm aber nicht dem Eußergericht unterstellte, sondern zu dem ihm allein gehörenden Kirtorfer Stadtgericht zog.

 

  • Arnshain (Mai 2020)

Die Künstler und ihr Stöffche

Die Oberhessische Zeitung meldete am 16.09.1905

Der hiesigen Apfelweinkelterei Konrad Seng wurde auf der Mainzer Landes- und Jubiläumsausstellung unter ca. 15 Apfelweinproduzenten aus ganz Hessen der 2. Preis und die silberne Medaille zuerkannt. Ein sicheres Zeichen, dass das seit 1873 bestehende Geschäft mit seinen Konkurrenten in der Wetterau und Rheinhessen stets gleichen Schritt gehalten hat und dass auch die Äpfel in dem rauhen Klima des Kreises Alsfeld bei sachgemäßer Verarbeitung einen vorzüglichen Stoff liefern.

Das hatten auch die Künstler der Willingshäuser Malerkolonie um Carl Bantzer und Wilhelm Thielmann schnell erkannt. Man trifft sich häufig in der Gaststube der Kelterei Seng - insbesondere, wenn "die Malweiber" wieder mal kommen. Malende Frauen in einer eingeschworenen männlichen Künstlergesellschaft - ob das gut geht? "Dieses Gewimmel ist natürlich unangenehm", schreibt Helene Bantzer an ihren Sohn Arnold im September 1905. 

Voraussehbaren Turbulenzen gehen die Herren Künstler aus dem Weg, in dem sie sich zu Fuß oder mit dem Rad in das 6 Kilometeter entfernte Arnhain begeben, wo sie bei einem guten Gläschen ihre Ruhe genießen können.

Windpioniere - Die Bürgerwind Arnshain GbR

 

 

 

 

 

 

 

 

Published on  June 22nd, 2020